Vom 15.-16.09.2007 führt die Gesellschaft für Anomalistik eine zweitägige Jahrestagung im Bildungshaus Schmerlenbach (bei Aschaffenburg) durch. Das Themenspektrum umfasst Vorträge zur Astrologie, Parapsychologie, Esoterik und ausführliche Diskussionen zu den Referaten.

Näheres entnehmen Sie bitte dem Tagungsprogramm (PDF)

In allen Wissenschaften spielt die Frage nach den Methoden, die zur Gewinnung von zuverlässigen Erkenntnissen notwendig sind, eine zentrale Rolle. Dies gilt nicht zuletzt auch für Studien zum Themenkreis der Anomalistik. Jede Untersuchung, die einem wissenschaftlichen Anspruch genügen soll, muss nach bestimmten Regeln genau geplant, durchgeführt und ausgewertet werden. Zur Aneignung solcher methodischer Kenntnisse ist meist eine tiefgehende wissenschaftliche Ausbildung notwendig. Allerdings existiert im Bereich der Parawissenschaften auch ein konstantes Interesse von wissenschaftlichen Laien an derartigen Studien. Nicht selten haben Laien sogar den Wunsch, eigene wissenschaftliche Untersuchungen zu Problemstellungen der Anomalistik durchzuführen. Diesem Interesse steht oftmals das Fehlen von wichtigem methodischen Grundlagenwissen entgegen, das notwendig ist, um wissenschaftliche Untersuchungen kritisch zu beurteilen oder sogar selbst durchführen zu können. Hier setzt das diesjährige Frühjahrsseminar der Gesellschaft für Anomalistik an.

Wie wirksam ist Astrologie? Zu Chancen und Risiken von astrologischen Beratungen aus psychotherapeutischer Perspektive 

Mit heute etwa 8000 in Deutschland tätigen Astrologen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Astrologie als ein gewichtiges Segment eines diffusen Lebenshilfe-Marktes etabliert. Die übliche Kontroverse, ob die von Astrologen angenommenen Zusammenhänge zwischen der Welt der Gestirne und der Welt der Menschen nun Realität oder Fiktion sind, wollen wir bei dieser Tagung versuchsweise ausklammern. Denn weitgehend unabhängig davon stellen sich die Fragen, die uns im Rahmen dieser Veranstaltung interessieren:

"Kryptozoologie – auf den Spuren von Nessie, Yeti & Co."

Im Jahr 1959 prägte der 2001 verstorbene Zoologe Bernard Heuvelmans den Begriff "Kryptozoologie". Damit wird die Suche nach "verborgenen", noch unentdeckten Tierarten auf unserer Erde bezeichnet (Krypto- von griech. kryptos, zoon = Tier). Viele Wissenschaftler sehen derzeitkeine stichhaltigen Gründe dafür, warum nicht z. B. in den Weiten der äquatorialen Regenwälder in Zentralafrika und Südamerika, in den Wäldern Sibiriens oder in den Tiefen der noch unerforschten Ozeane bisher unbekannte Tierarten leben könnten.

Der Begriff "Parapsychologie" wurde 1889 durch den Berliner Psychologen und Philosophen Max Dessoir als eine neutrale Bezeichnung für die wissenschaftliche Untersuchung von Phänomenen eingeführt, die "aus dem normalen Verlauf der Seelenlebens" herauszutreten scheinen, also z.B. Wahrträume, "Gedankenlesen", Spuk, Prophetie, Vorahnungen u.a.m.; später wurde die Bezeichnung "Psi-Phänomene" als ein Oberbegriff für die Kategorien Telepathie, Hellsehen, Präkognition und Psychokinese eingeführt.